Académie internationale de céramique (AIC)

Die Internationale Keramik-Akademie (Académie internationale de céramique, AIC) wurde 1952 von Henri J. Reynaud gegründet, hat ihren Sitz im Musée Ariana und wird von der Stadt Genf unterstützt. Die Akademie ist eine internationale Institution und besitzt seit 1958 als Nichtregierungsorganisation einen Beobachterstatus bei der UNESCO. Sie hat die zeitgenössischen Sammlungen des Musée Ariana um bislang rund 500 Schenkungen bereichert.

DAS MUSÉE ARIANA ALS SITZ DER AIC

Derzeit zählt die Akademie an die 600 Mitglieder aus 51 Ländern. Die Schweiz ist mit 36 Mitgliedern vertreten. Die Mitgliederkategorien sind: Einzelmitglieder (Keramikschaffende, Autoren, Sammler, Galeristen, Konservatoren oder Restauratoren), Kollektivmitglieder (Vertreter von Berufsverbänden, Schulen, Museen oder Keramikzentren). Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt auf Empfehlung.

Alle zwei Jahre organisiert die AIC einen Kongress. An diesem Anlass finden nebst der statutarischen Generalversammlung auch Vorträge zu einem spezifischen Thema, eine internationale Ausstellung (von AIC-Mitgliedern) und eine nationale Ausstellung (über die Keramik-Kultur des Gastlandes) sowie weitere Veranstaltungen in Galerien oder anderen Kultureinrichtungen statt. Im Gastland liefert der AIC-Kongress jeweils den Anstoss für kulturelle Veranstaltungen auf hohem Niveau. Zudem können wertvolle institutionelle Beziehungen geknüpft werden.

Nach Xian 2008, Paris 2010, Santa Fe 2012, Dublin 2014 und Barcelona 2016 findet der nächste Kongress 2018 in Yingge statt. Die Teilnahme steht auch Nicht-Mitgliedern offen, die ein besonderes Interesse am Tagungsort oder am Tagungsthema haben.

Gegenwärtig verfolgt die Akademie folgende Hauptziele:

  • Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Keramikschaffenden aus allen Ländern anspornen
  • Pflege der Beziehungen zwischen Keramikschaffenden, Konservatoren, Autoren, Sammlern, Galeristen und kulturellen Einrichtungen und Vereinen zur Förderung der Keramik
  • Einsatz und Unterstützung zur Erreichung des höchstmöglichen Leistungsniveaus in der Keramikarbeit
  • Durch die Teilnahme von AIC-Mitgliedern an der Jury von internationalen Veranstaltungen und Wettbewerben für Arbeiten von höchster Qualität sorgen
  • Hinterfragen von zeitgenössischen Keramikpraktiken und -bewegungen einschliesslich ihrer lokalen und internationalen Bezüge

 

Wie der Name und die Positionierung innerhalb der Keramik-Institutionen zeigen, widmet sich die AIC folgenden Schwerpunkten:

Akademie: Forum für Debatte, (Gedanken-)Austausch und Wissensvermittlung auf hohem Niveau. International: global und lokal ausgerichtetes Netzwerk, Integration, Differenzierung. Keramik: Werkstoff und Medium, dessen Anwendungsgebiete hinterfragt werden müssen: Kunst, Design oder angewandte Forschung, um das Nebeneinander von unterschiedlichen Keramikkulturen in der gegenwärtigen Zeit möglich zu machen.

 

http://www.aic-iac.org/academie/la-mission-de-lacademie/