Anschaffungspolitik

AUSBAU DER SAMMLUNGEN: WELCHE POLITIK VERFOLGT DIE INSTITUTION?

Auf Grund der grossen Zeitspanne, die durch die Sammlungen des Musée Ariana abgedeckt wird, gelten hinsichtlich der Anschaffungen zwei Grundsätze: Einerseits sollen alte Bestände erweitert werden, andererseits wird die Entwicklung des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens besonders berücksichtigt.

Beim Ausbau alter Sammlungen erhält das Museum Unterstützung, insbesondere von der Association des Amis du Musée Ariana (AAA): Jedes Jahr kauft der Verein der Freunde des Museums ein historisch bedeutendes Werk. Dabei besteht das Ziel des Museums nicht darin, bestehende Lücken systematisch und vollumfänglich zu füllen. Vielmehr geht es darum, in den Schwerpunktbereichen und alten Sammlungen Ergänzungen anzubringen  und so den inneren Zusammenhang des bisherigen musealen Diskurses zu festigen.

Für den Erwerb von zeitgenössischen Keramik- oder Glasgegenständen gelten andere Kriterien als für die Erweiterung alter Bestände, denn die Positionierung ist hier zwangsläufig subjektiver und das Risiko entsprechend grösser. Der Betrachtung aus zeitlicher Distanz und dem kritischen Vergleich mit einem bestehenden Fundus sind per Definition Grenzen gesetzt. Bei der Anschaffung von modernen Werken steht somit eher das Anliegen im Vordergrund, repräsentative Arbeiten eines Künstlers und seines Werdegangs zusammenzutragen.

Das Ariana sammelt Arbeiten von lokalen, nationalen und internationalen Kunstschaffenden, welche wichtige Zeitabschnitte sowie den gesellschaftlichen und kulturellen Wandel in der heutigen Zeit veranschaulichen. Die Qualität der Werke liegt in ihrer Ausdrucksstärke und in einer gewissen Übereinstimmung von Sinn, Form und Technik.

Die öffentlichen Sammlungen der Stadt Genf sind bleibend und unveräusserlich. Einmal in die Sammlung aufgenommene Objekte dürfen weder verschenkt noch verkauft werden. Sie werden bewahrt und gepflegt, um zu gegebener Zeit erforscht und, meistens, ausgestellt oder in Form einer Veröffentlichung vermittelt zu werden.

 

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