Keramik des 20. und 21. Jh.

EINE EIGENSTÄNDIGE KUNSTRICHTUNG

Das Musée Ariana fühlt sich nicht nur der Pflege des Kulturerbes verpflichtet, sondern auch dem einheimischen und ausländischen Keramik- und Glasschaffen der Gegenwart.

Das Museum bemüht sich durch Anschaffungen und regelmässige Sonderausstellungen die Entwicklung zu dokumentieren, die ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zur Entstehung eines eigenständigen, von der industriellen Produktion losgelösten künstlerischen Schaffens führte. Dafür ist insbesondere die Pflege von Beziehungen mit Künstlern, Sammlern, Mäzenen, Fachschulen und Institutionen der öffentlichen Hand wichtig.

Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Einteilung in angewandte Kunst und bildende Kunst hinterfragt. Keramik und Glas setzten sich als Träger einer eigenständigen Kunstrichtung durch. Insgesamt gilt, dass uralte Werkstoffe wie Keramik und Glas sowohl im Bereich der Gebrauchsgegenstände als auch für Skulpturen und Installationen nach wie vor ein intaktes kreatives Potenzial besitzen.

Seit 1953 ist das Musée Ariana der Sitz der Académie Internationale de la Céramique (AIC), in der Keramikschaffende und Fachleute zusammenkommen. Mit Schenkungen bereichern die Mitglieder der Akademie regelmässig die Sammlung des Museums.

 

Agenda