Découvrez les bibliothèques de la Ville de Genève
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  • La Bibliothèque de Genève déploie sur 4 sites un patrimoine écrit, imprimé, musical et iconographique unique qu’elle sélectionne, protège, valorise et transmet au grand public comme au public scientifique.
  • Site internet de la Bibliothèque de Genève


  • Les Bibliothèques municipales sont des lieux de rencontre, de découverte et de partage qui vous proposent de nombreux documents à emprunter ainsi que des activités gratuites pour petit-e-s et grand-e-s.
  • Site Internet des Bibliothèques municipales


  • Les musées d’art et d’histoire, le Musée d’ethnographie et le Museum d’histoire naturelle, les Conservatoires et Jardin botaniques et le Fond municipal d’art contemporain proposent un accès à leur bibliothèque scientifique .
  • Site internet


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Historique

Die Bibliothèque de Genève hat aussergewöhnliche Sammlungen zusammengetragen, deren Ruf weit über Genf hinausreicht. Indes ist ein Teil dieses unersetzlichen Erbes durch die Versäuerung des Papiers bedroht. Um gegen diese Plage vorzugehen, hat die Bibliothek an den betroffenen Werken Entsäuerungsbehandlungen vorgenommen.

Vue de l'autoclave de désacidification. Procédé Papersave Nitrochemie à Wimmis

Im 19. Jahrhundert wird aus dem Handwerk der Druckerei ein Industriezweig. Dieser Übergang führt zu einer aussergewöhnlichen Entwicklung des Schriftverkehrs, die auch bedeutende gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Auswirkungen hat. Um die Bedürfnisse der Druckereien zu befriedigen, steigt die Papierproduktion, die verschiedene Materialien – darunter Holz – einsetzt, welche infolge komplexer chemischer, sich über Jahrzehnte hinziehender Reaktionen zur schleichenden und unaufhaltsamen Zerstörung der Dokumente führen. Von nun an enthält das Papier die Keime seiner eigenen Zerstörung. Aufgrund der Oxydation vergilbt es und wird brüchig. Zu guter letzt kann es nicht mehr in die Hand genommen werden und zerfällt zu Staub. Dieser Vorgang, der durch die Luftverschmutzung und die Verwendung ätzender Tinten beschleunigt wird, ist ein wesentlicher Faktor bei der Schädigung der Sammlungen. Säurehaltiges Papier ist Träger eines grossen Teils der Bibliothekssammlungen, deren Fortbestand deswegen bedroht ist. Erst ab 1962 begann man, eine neutrale Verleimung zu benutzen, um die Versäuerung des Papiers zu vermeiden. Heute verwenden die meisten Betriebe der Papierindustrie diese Leime. Um den Verfallsprozess zu verlangsamen, hat die Bibliothèque de Genève mit einer systematischen Entsäuerung begonnen. Seit 2014 lässt sie von einem externen Dienstleister die Zeitungen der Genfer Presse des 19. und 20. Jahrhunderts behandeln, von denen nur noch Einzelexemplare existieren. Es sind dies Drucke aus der Zeit von 1814-1990, für die es keine Ersatzträger wie Mikrofilm oder Digitalisate gibt.

Promenade des Bastions 1
1211 Genève 4

T: +41 22 418 28 00
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Nelly Cauliez
Konservatorin, Leiterin des Regiebereichs
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Emilie Vaudant
Beauftragte für präventive Konservierung
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