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Historique

Während die Restaurierung sich für das Kulturgut als einzigartigen und wertvollen Gegenstand interessiert, umfasst die präventive Restaurierung eine ganze Reihe an Massnahmen, die sowohl auf den einzelnen Gegenstand wie auf grössere Gruppen angewandt werden können: Sammlungen von Gegenständen oder Büchern, Archivbestände, Gemälde usw. Dabei trägt sie auch für die Umgebung der zu bewahrenden Objekte Sorge, denn unabhängig von ihrem Träger altern die Kulturgüter unausweichlich.

Traitement de nettoyage à sec sur un négatif sur plaque de verre, Fonds Borel-Boissonnas

Darum setzt sich die Konservierung zum Ziel,

– die Alterung der Gegenstände zu verlangsamen (z.B. durch die Papierentsäuerung) und

– ihre Beschädigung zu vermeiden, die durch die Einwirkung innerer wie äusserer Faktoren zustandekommen kann (Klima, Licht, Staub, Insekten, Schimmelpilze, Unfälle usw.).

Ziel ist es, optimale Konservierungsbedingungen zu schaffen. Um sie zu erreichen, muss das Fachpersonal, das sich innerhalb der BGE um diese Fragen kümmert, über präzise technische Kenntnisse verfügen, die sich auf wissenschaftliche, oftmals in Labors durchgeführte Untersuchungen stützen:

– Kenntnis der verschiedenen Träger und Materialien der Kulturgüter
– Kenntnis der inneren und äusseren Beschädigungsfaktoren
– Kenntnis der Mittel zur Bekämpfung dieser Faktoren

Die Konservierung stützt sich auch auf wirtschaftliche Erwägungen: Da die Restaurierung teuer kommt, ist es oft besser, der Beschädigung vorzubeugen, als den entstandenen Schaden zu reparieren. Um diese Ziele zu erreichen, ist in den vergangenen 25 Jahren der Dienst Präventive Konservierung und Buchausstattung (Pôle Conservation préventive et équipements du livre) entstanden. Der Dienst, in dem Konservierungstechniker arbeiten, erfüllt die Aufgabe, günstige Konservierungsbedingungen zu schaffen und zu wahren, die möglichst alle Gesichtspunkte berücksichtigen: das Binden, eines der bewährtesten Mittel zur Bewahrung von Inhalten, die Verpackung, Etikettierung, Überwachung des Zustands der Bücher, Ausbildung zur Benutzung der Dokumente usw.

Das Projekt Boissonnas : vom Einzelstück zur Masse


Die Archive des Atelier Boissonnas dokumentieren auf aussergewöhnliche Weise ein Jahrhundert Genfer Fotografie von 1860 bis rund 1990. Dank Frédéric, seinem berühmtesten Vertreter, dehnte das Atelier seine Tätigkeit von der Schweiz auf Griechenland und von Russland auf Nordafrika aus. Die überaus grosse Qualität der vom Atelier produzierten Bilder wurde auf der ganzen Welt geschätzt. Auch die Stadt Genf anerkannte die überragende Bedeutung des Bestandes und erwarb ihn im November 2011 für 2 Millionen Franken. Sie vertraute seine Verwaltung der Bibliothèque de Genève an, welche die wissenschaftliche Verantwortung für den Bestand trägt.

Die Boissonnas-Archive enthalten eine grosse Vielfalt an Trägern und Materialien, vom Negativ auf flexiblem Medium oder Glasplatte über Autochromplatten bis hin zu verschiedenen Typen von Silberabzügen jeglichen Formats. Das Archiv wartet auch mit Alben, Büchern, diversen Gegenständen und Handschriften auf.
Um die langfristige Bewahrung dieses Kulturerbes zu gewährleisten, nahm man Anfang 2013 umfangreiche präventive Konservierungsarbeiten in Angriff. Die Behandlung trachtet vor allem danach, die Filmträger unter Einhaltung der für diese Art von Unternehmung geltenden berufsethischen Prinzipien zu bewahren. Die Arbeiten zur Restaurierung der Negative aus dem Bestand Borel-Boissonnas haben im Oktober 2014 begonnen. Sie werden von vier Konservierungstechnikerinnen und auf graphische Dokumente und Fotografien spezialisierten Restauratorinnen durchgeführt. Die rund 13‘500 Negative des Bestands, die zeitweilig in mehr als 357 speziell für ihren Transport hergerichteten Kisten aufbewahrt wurden,  werden entstaubt, stabilisiert und verpackt gemäss einer Verfahrenskette, die sowohl eine Behandlung Stück für Stück wie auch der Masse ermöglicht.

Promenade des Bastions 1
1211 Genève 4

T: +41 22 418 28 00
F: +41 22 418 28 01
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Nelly Cauliez
Konservatorin, Leiterin des Regiebereichs
nelly.cauliez(at)ville-ge.ch
T: +41 22 418 28 94
P: +41 76 563 07 35


Emilie Vaudant
Beauftragte für präventive Konservierung
emilie.vaudant(at)ville-ge.ch
T: +41 22 418 28 18
F: +41 22 418 2801