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Historique

Das Centre d’iconographie ist das visuelle Archiv Genfs und seiner Einwohner. Es versammelt mehrere Millionen Bilder, die hauptsächlich die Stadt und den Kanton zeigen. Bücher über die Genfer Region, die keine Abbildungen aus seinen Beständen enthalten, sind eher selten.

"Vue panoramique de Genève depuis la propriété de Charles Bonnet à Genthod", gravure colorisée d'après un modèle de Simon Malgo, 1780, Bibliothèque de Genève, inv. CIG 01M 01

Das zur Bibliothèque de Genève gehörende Centre d’iconographie (vormals CIG, Centre d'iconographie genevoise) entstand 1993, um die Sammlungen dokumentarischer Bilder der Stadt Genf unter einem Dach zu vereinen. Die Sammlungen enthalten Porträts von Persönlichkeiten, die eine Rolle im Leben der Stadt gespielt haben, alte Karten, bildliche Darstellungen der Stadt sowie Ansichten der Landschaft und der umgebenden Regionen. Sie geben Auskunft über die Umgebung, die Tätigkeiten und das gesellschaftliche Leben der Bewohner eines Territoriums, das man heute als Grand Genève oder Gross-Genf bezeichnet.

Der von den Bildern abgedeckte Zeitraum erstreckt sich vom späten Mittelalter bis auf die heutige Zeit. Aufgrund des Volumens und der Vielfältigkeit seiner Bestände stellt das Centre d’iconographie eine wesentliche Quelle für alle dar, die Bilder benötigen, um eine Forschung zu dokumentieren, eine Veröffentlichung zu illustrieren oder eine Ausstellung über die lokale Geschichte zu veranstalten. Das Centre ist eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in der Schweiz.

"La bouilloire aux prélats, fresque de l’ancien couvent des Dominicains de Palais à Genève", graveur actif à Genève à l’époque de la Réforme, vers 1540, Bibliothèque de Genève, inv. CIG 44M 01

Der dokumentarische Ansatz

Eine dokumentarische Perspektive sowie eine auf lokale und regionale Bilder ausgerichtete Erwerbungspolitik sind die Hauptmerkmale in der Geschichte des Centre d’iconographie und haben sich seit dessen Gründung 1993 nicht geändert. Denselben Ansatz teilten auch die beiden Organe, denen das Centre ursprünglich seine Sammlungen verdankt, nämlich die ikonographische Abteilung der Bibliothèque de Genève und das Dokumentenamt von Alt-Genf, das den Museen für Kunst und Geschichte untersteht.

Die Aufgaben des Centre

Hauptziel des Centre d’iconographie ist es, visuelle Archive Genfs und des Genfer Lebens zu schaffen. Das Centre d’iconographie nimmt gerne jede wertvolle Dokumentensammlung entgegen, die auf lokalen Bildern beruht, und bewahrt diese, mit Ausnahme von Dokumenten aus öffentlichen Einrichtungen und von Amateuren erstellten Bildern, denen kein spezifisches Interesse eignet (siehe Erwerbungspolitik).

La plus ancienne photographie datable de Genève : "Le chantier de surélévation du marché couvert de Bel-Air (aujourd’hui le Crédit agricole)", photographe anonyme, printemps 1842, Bibliothèque de Genève, inv. CIG Phot21P 11 02

Als ikonographisches Gegenstück zur Abteilung für Handschriften und Privatarchive gewährleistet das Centre unter Aufsicht der Regieabteilung die langfristige Bewahrung, die adäquate Verpackung und die Klassifizierung der ihm anvertrauten Dokumente.

Seine Erwerbungspolitik und die von ihm getroffene Auslese richten sich nach den Bedürfnissen seiner Nutzer, die hauptsächlich in das Centre d’iconographie kommen, um dort hochqualitative, d.h. zur Veröffentlichung geeignete Bilder zu finden, die sich mit den unterschiedlichsten Themen der politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, sportlichen, religiösen, architektonischen oder kulturellen Geschichte Genfs befassen.

Um das Betrachten der Bilder zu erleichtern, steht das Centre d’iconographie dem Publikum offen und veröffentlicht seine Sammlungen zunehmend im Internet.

Erschliessung der Bilder für die Öffentlichkeit

Das Centre d’iconographie fördert die Verbreitung seiner Bilder in der Öffentlichkeit. Schon seit langem hat das Centre ein umfangreiches Fachwissen bei der Identifizierung topographischer Ansichten von Genf erworben, das auf einer genauen Kenntnis der Stadtentwicklung zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem Ende des 20. Jahrhunderts gründet. Das Centre d’iconographie stellt den Leserinnen und Nutzern die wichtigsten Werke, die sich mit der Genfer Ikonographie befassen (RERO Explore Genève) sowie eine topographisch geordnete Photothek zur Verfügung.

Das Centre d’iconographie führt die Rubrik «Genf im Lauf der Zeit» in der Tageszeitung Tribune de Genève, wo es jeden Tag ein kommentiertes Bild aus seinen Sammlungen veröffentlicht. Es nimmt ebenfalls an Projekten zur öffentlichkeitswirksamen Erschliessung seiner Sammlungen teil, indem es an Ausstellungen mitwirkt oder mit Partnereinrichtungen die Schaffung von Instrumenten fördert, welche dem Publikum helfen, seine Sammlungen und die örtliche Geschichte besser zu verstehen.

Forschung

Die Förderung von Untersuchungen, die sich mit seinen Sammlungen befassen, gehört zu den Gebieten, denen das Centre d’iconographie sein Augenmerk widmet.

Es hat ein Forschungsprojekt über die Ursprünge der Fotografie in Genf auf den Weg gebracht, dessen erste Etappe die Veröffentlichung des Werkverzeichnisses von Jean-Gabriel Eynard (1775-1863) ist, dem berühmtesten der Genfer Daguerreotypisten.

"Autoportrait de Jean-Gabriel Eynard au milieu de ses proches devant sa maison de Beaulieu", daguerréotype, vers 1844-1845, Bibliothèque de Genève, inv. CIG DE 051

Das Centre d’iconographie unterstützt und regt Untersuchungen an, die sich mit seinen Sammlungen beschäftigen, indem es den Forschern die Dokumente zur Verfügung stellt, die für das Studium der herausragenden Persönlichkeiten erforderlich sind, deren Bestände es verwahrt. Es ermutigt die Untersuchungen zum Werk der Familie Boissonnas, namentlich des Fotografen Frédéric Boissonnas (1858-1946), dessen Atelierbestand die Stadt Genf 2008 erworben hat.

Passage de la Tour 2
1205 Genève

T: +41 22 418 46 70
F: +41 22 418 46 71
cig.bge(at)ville-ge[dot]ch

Montag bis Freitag: 9-12 Uhr nach vorheriger Vereinbarung

Nicolas Schätti
Konservator
nicolas.schaetti(at)ville-ge.ch
T: +41 22 418 46 77