Découvrez les bibliothèques de la Ville de Genève
Toute l'offre culturelle


  • La Bibliothèque de Genève déploie sur 4 sites un patrimoine écrit, imprimé, musical et iconographique unique qu’elle sélectionne, protège, valorise et transmet au grand public comme au public scientifique.
  • Site internet de la Bibliothèque de Genève


  • Les Bibliothèques municipales sont des lieux de rencontre, de découverte et de partage qui vous proposent de nombreux documents à emprunter ainsi que des activités gratuites pour petit-e-s et grand-e-s.
  • Site Internet des Bibliothèques municipales


  • Les musées d’art et d’histoire, le Musée d’ethnographie et le Museum d’histoire naturelle, les Conservatoires et Jardin botaniques et le Fond municipal d’art contemporain proposent un accès à leur bibliothèque scientifique .
  • Site internet


  • Vous avez une question et vous souhaitez une réponse personnalisée? Le réseau des bibliothèques genevoises vous offre, en moins de trois jours, un résultat fiable et des sources identifiées.
  • Service Interroge

Historique

Das erste Museum auf dem Anwesen Les Délices entstand kurz nach 1945. Die Sammlungen, welche die Stadt Genf seitdem erworben hatte, ermöglichten 1952 die Gründung des Institut et Musée Voltaire (heute Musée Voltaire), dessen offizielle Einweihung am 2. Oktober 1954 stattfand.

"Vue des Délices de M. de Voltaire, près de Genève", estampe, 1769, IMC IC 222

Voltaire lässt sich 1755 in Genf nieder. Diese Entscheidung ist auf mehrere Gründe zurückzuführen: Er kann nicht nach Paris zurückkehren, sodann hat er von der «Fabrik» der Kramer-Brüder gehört, die «Buchhändler» in Genf sind, aber vor allem wohnt der berühmte Arzt Tronchin in Genf. Der Familie Tronchin hat Voltaire es zu verdanken, dass er das Anwesen von Saint-Jean kaufen kann, das er sogleich auf Les Délices umtauft. Er wird dort fünf Jahre bleiben und das Ende von L’Orphelin de la Chine (Das chinesische Waisenkind), das Poème sur le désastre de Lisbonne (Gedicht über die Katastrophe von Lissabon) und Candide schreiben..

Im Oktober 1760 richtet sich Voltaire im Schloss von Ferney ein, das er zwei Jahre zuvor erworben hat. Les Délices, das er 1765 verkauft, wird bis 1840 in den Händen der Familie Tronchin bleiben. Schliesslich kauft die Stadt Genf das Haus 1929.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schenkt Theodore Besterman, ein von Voltaire begeisterter Milliardär, der Stadt seine Sammlung von Gemälden, Drucken und Handschriften. Er ist der erste Konservator der Stätte, die am 2. Oktober 1954 zum Institut et Musée Voltaire wird.

Eine umfangreiche Restaurierung der Örtlichkeiten beginnt 1989. Es entstehen drei öffentliche Räume: Die Bibliothek bietet Platz für Leserinnen, Forscher und Wissbegierige, im Erdgeschoss finden die Besucher die permanente Ausstellung des Museums, der erste Stock ist den temporären Ausstellungen und Forschungstätigkeiten der Bibliothèque de Genève vorbehalten, die sich gezielt mit dem 18. Jahrhundert befassen.

Ein paar Einzelheiten ...

Nachdem er mehr als zwei Jahre in Potsdam verbracht hat, sieht sich Voltaire gezwungen, Preussen zu verlassen. Allerdings kommt eine Rückkehr nach Paris für ihn nicht in Frage: Seine Schriften haben am Hof von Versailles Missfallen erregt, und seine enge Beziehung zu Friedrich II. macht ihn bei Louis XV. verdächtig. So beschliesst er, sich in Genf niederzulassen.

Durch Vermittlung der Familie Tronchin, eine der einflussreichsten in Genf, erwirbt Voltaire im Februar 1755 das Anwesen von Saint-Jean, das er auf «Les Délices» umtauft.

Der Philosoph zieht dort am 19. März 1755 ein;  er wird fünf Jahre bleiben und in seinem neuen Heim einige seiner berühmtesten Texte schreiben, darunter das Poème sur le désastre de Lisbonne und Candide. Damals gehörte zu Les Délices nicht nur das Herrenhaus, sondern auch ein Nebengebäude mit dem Namen «Clos Voltaire», wo Voltaire seine Dienerschaft untergebracht hatte. Als der Philosoph in seine Unterkunft einzieht, empfindet er ein wahrhaftes Glücksgefühl:

«Ich rühme mich nicht, in diesem Refugium
das perfekte Glück gefunden zu haben:
Es ist nicht tief in einem Hain verborgen;
Noch weniger liegt es bei den Königen;
Es liegt noch nicht einmal beim weisen Mann:
Für dieses kurze Leben ist es nicht der Geselle.
Man muß auf es verzichten; zuweilen kann man jedoch
sein Bild umarmen.»

Der besondere Rahmen des Museums vermittelt dank der 1994 anlässlich des 300. Geburtstages von Voltaire durchgeführten Restaurierung das Gefühl, Einlass in die Privatsphäre des Philosophen zu erhalten.

Im Oktober 1760 verlässt Voltaire Les Délices. Er behält das Anwesen jedoch noch fünf Jahre, bevor er es 1765 an die Familie Tronchin weiterverkauft. Es wird 1840 auf verschiedene Käufer aufgeteilt. Die Villa dient 1871 sogar als Lazarett für die Soldaten des Generals Bourbaki. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschliessen die Behörden, einen Schlussstrich unter Les Délices zu setzen … Dank der Mobilisierung der Anwohner wird das Haus gerade noch gerettet – der von ihnen eingelegte Einspruch führt dazu, dass die Stadt Genf das Anwesen 1929 kauft.

Die Ankunft von Theodore Besterman in Genf im Jahr 1952 ist entscheidend für die Zukunft von Les Délices. Der britische Bürger polnischer Herkunft schlägt der Stadt vor, ihr seine Sammlung zu hinterlassen im Tausch gegen die Schaffung des Institut et Musée Voltaire, dessen erster Konservator er wird.

Rue des Délices 25
1203 Genève

T: +41 22 418 95 60
F: +41 22 418 95 61
institut.voltaire(at)ville-ge[dot]ch

Bibliothek und Museum

Montag bis Freitag: 14-17 Uhr
Das Museum ist am ersten Samstag jedes Monats von 14-17 Uhr geöffnet.
Die Bibliothek kann vormittags  nach vorheriger Vereinbarung aufgesucht werden.

Musée Voltaire
institut.voltaire(at)ville-ge.ch

T: +41 22 418 95 60

Bibliothek und Museum

Montag bis Freitag: 14-17 Uhr
Das Museum ist am ersten Samstag jedes Monats von 14-17 Uhr geöffnet.
Die Bibliothek kann vormittags  nach vorheriger Vereinbarung aufgesucht werden.