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  • La Bibliothèque de Genève déploie sur 4 sites un patrimoine écrit, imprimé, musical et iconographique unique qu’elle sélectionne, protège, valorise et transmet au grand public comme au public scientifique.
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Historique

Corneille de Jode, "Speculum orbis terrae", Anvers, 1593, in-fol. BGE, Fa 164.

Die Sammlungen alter Drucke umfassen:

– die alten Genevensia (Werke, die seit 1478 in Genf veröffentlicht oder gedruckt wurden, und jene, die einen Genfer Haupt- oder Nebenverfasser bzw. ein Genfer Thema haben);
– eine grosse Auswahl an alten Ausgaben in den wichtigsten Wissensgebieten;
– Werke, die sich durch die Qualität ihres Einbandes oder ihrer Illustrationen, ihrer Herkunft, oder ihrer handschriftlichen Anmerkungen  auszeichnen;     
– rund 500  Inkunabeln;
– die weltweit grösste Sammlung alter Ausgaben von Rousseau. Sie wird durch die im Musée Voltaire aufbewahrte Bibliothek der Société Jean-Jacques Rousseau ergänzt;
– eine bedeutende Sammlung alter Ausgaben von Voltaire, welche die Bestände der Bibliothek des Musée Voltaire ergänzt;
– rund 50 000 Broschüren vom 17. bis zum 19. Jahrhundert;
– vollständige Serien alter Periodika (die Bibliothèque britannique, die Bibliothèque italique, das Journal des savants, das Journal de Trévoux);
thematische Sammlungen (alte Bibeln, Rodolphe Töpffer);
geordnete Konvolute (die Sammlungen des Bücherliebhabers Pierre Favre und des Buchbinders Charles Meunier, die Bibliothek der Compagnie des pasteurs, die Sammlung des Musée Ariana, eine Reihe von rund tausend Katalogen für die Versteigerung von Kunstwerken);
– die Bibliothek La Grange;
– eine digitale Sammlung weiblicher Literatur vom 17. bis zum 19. Jahrhundert (Sammlung Corvey).

Die Bibeln

Die Bibliothèque de Genève bewahrt rund vierhundert alte Bibelausgaben auf, das sind mehr als zweihundert Exemplare das Alten Testaments und noch einmal so viele vom Neuen Testament.

Diese Kollektion umfasst hebräische und lateinische Bibeln, griechische Neue Testamente und die mehrsprachigen Bibeln von Alcalá (1514-1517), Antwerpen (1569-1572), Elias Hutter (1599) und London (1657).

Fassungen in den wichtigsten lebenden Sprachen Europas sind vorhanden.

Die französischen Übersetzungen spiegeln alle kirchlichen Glaubensrichtungen wider: die Bibel von Lempereur (1530), übersetzt von Lefèvre d’Etaples, jene von Olivétan (1535), die Bible à l’Épée   (1540), die Bibel von Castellion (1555), die verschiedenen Ausgaben der Bible des pasteurs de Genève, die Bibeln von Des Marets Vater und Sohn (1669), von David Martin (1707), von Ostervald (1744).

 

Die Sammlung Meunier

Im Gedenken an seine Freundschaft mit dem Genfer Beamten, Anwalt und Bücherliebhaber Frédéric Raisin (1851-1923) schenkt der Pariser Buchbinder Charles Meunier (1866-1946) der Bibliothèque de Genève zwischen 1916 und 1923 eine Sammlung von insgesamt 846 Bänden, die er selber eingebunden hat. Charles Meunier war ein Schüler von Marius Michel (1846-1925) und schuf zahlreiche Einbände aus getriebenem Leder oder ledernem Mosaik mit durch den Art Nouveau inspirierten Blumenmotiven. Der Dekor dieser Einbände, die auch «sprechend» oder «emblematisch» genannt werden, zeichnet sich dadurch aus, dass er den Inhalt der Bände widerspiegelt. Viele dieser Exemplare sind einzigartig aufgrund von Widmungen, handgeschriebenen Briefen oder aufeinanderfolgenden Graphiken, die von modernen Meistern wie Carlos Schwabe (1866-1926) graviert wurden.

Die Sammlung Favre

Der Architekt und Bücherfreund Pierre Favre (1897-1986) hat der Bibliothèque de Genève per Testament seine Sammlung alter Drucke vermacht. Die Sammlung umfasst gut 1‘600 Titel, die sich vorwiegend mit Geschichte, Literatur, Geographie und Architektur befassen. Man findet äusserst seltene Broschüren aus dem 16. und 17. Jahrhundert neben Elsevier-Ausgaben, Reiseliteratur, Stadtbeschreibungen, pilzkundlichen Abhandlungen, Kostümsammlungen und Abhandlungen von Töpffer. Viele Bände sind prachtvoll gebunden.

Die Sammlung Suzannet

Der Graf Alain de Suzannet (1882-1950) hinterliess der Bibliothèque de Genève seine Sammlung von mehr als 200 Originalausgaben mit Werken von Rodolphe Töpffer nebst Manuskripten mehrerer Reisen, eigenhändig verfassten Briefen, Zeichnungen und Aquarellen. Es sind dies eklektische Drucke, die oft mit einer Widmung des Autors und einem zeitgenössischen Einband versehen sind.

Alain de Suzannet stammte aus der Region Vendée im Westen Frankreichs und war nicht nur ein Bücherfreund, sondern auch der Urenkel von Constant de Suzannet und Gefährte von Charette. Das letzte Viertel seines Lebens verbrachte er in Lausanne in einem Haus, das La Petite-Chardière hiess in Erinnerung an La Chardière, das Schloss der Familie bei Chavagnes in der Vendée. Er hatte auch eine umfangreiche Sammlung mit Ausgaben von Dickens, Maupassant, Mérimée und Daudet zusammengetragen.

Siehe:

Alain de Suzannet, Notes généalogiques et biographiques sur la famille Suzannet, Lausanne, Imprimerie centrale, 1943.

Alain de Suzannet, Catalogue des manuscrits, livres imprimés et lettres autographes composant la Bibliothèque de la petite Chardière: œuvres de Rodolphe Töpffer, Lausanne, Imprimerie centrale, 1943.

Die Sammlung des Musée Ariana

Gustave Revilliod (1817-1890) war Sammler von Kunstgegenständen und Büchern, Autor, Übersetzer, wissenschaftlicher Verleger, Gründer der Bibliothèque universelle und Mäzen des Verlegers Jules-Guillaume Fick (1808-1877). Er hinterliess der Stadt Genf den Park Varembé, zu dem auch das Musée Ariana gehörte, das er im Gedenken an seine Mutter gebaut und benannt hatte. Im Jahr 1948 wurde seine enzyklopädische Bibliothek von 10‘000 Bänden zwischen der Bibliothèque de Genève und der jetzigen Bibliothèque d’art et d’archéologie aufgeteilt. Der Bestand setzt sich hauptsächlich aus schöngeistiger Literatur sowie Werken der Geschichtswissenschaft und der Geographie zusammen und umfasst auch 300 Bibeln in verschiedenen Sprachen.

Die Sammlung Corvey

Victor Amadeus, der letzte Landgraf von Hessen-Rheinfels-Rotenburg (1779-1834) und seine Frau Elise von Hohenlohe (1790-1830) trugen in ihrem Schloss Corvey im heutigen Nordrhein-Westfalen eine Bibliothek zusammen, die mehr als 74‘000 Bände Literatur in Französisch (rd. 20‘000 Bände), Englisch und Deutsch enthält. In der digitalen Bibliothek RERO-DOC stellt die Bibliothèque de Genève 470 Titel der Frauenliteratur aus dem 17. bis zum 19. Jahrhundert zur Verfügung.

Die Bibliothek der Pastorengesellschaft

Die Gesellschaft der Genfer Pastoren (La Compagnie des Pasteurs de Genève) wurde durch die kirchlichen Verordnungen des Jahres 1541 ins Leben gerufen. Die Gesellschaft, die sich aus Pastoren und Professoren der Akademie zusammensetzte, kontrollierte die Rechtgläubigkeit ihrer Mitglieder und wachte über die Moral im politischen Leben. Sie fungierte als Zensurbehörde und schlug den Behörden die Kandidaten für das Pastoren- oder Professorenamt vor. Sie war verantwortlich für Gottesdienst, Lehre und das Generalhospiz. Die Bibliothek der Compagnie des Pasteurs wurde 1958 in der Bibliothèque de Genève hinterlegt. Im Jahr 2010 wandelte man die Hinterlegung in eine Schenkung um. Der Bestand umfasst 2627 theologische Titel.

Katalog der Bibliothek der Compagnie des Pasteurs

Der alte Bestand in Zahlen

(Quelle: Handbuch der historischen Buchbestände der Schweiz: Die Erhebungen reichen bis in das Jahr 1900)

Promenade des Bastions 1
1211 Genève 4

T: +41 22 418 28 00
F: +41 22 418 28 01
info.bge(at)ville-ge[dot]ch

Thierry Dubois
Konservator
thierry.dubois(at)ville-ge.ch
T: +41 22 418 28 43

Jean-Luc Rouiller
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
jean-luc.rouiller(at)ville-ge.ch
T: +41 22 418 28 65