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  • La Bibliothèque de Genève déploie sur 4 sites un patrimoine écrit, imprimé, musical et iconographique unique qu’elle sélectionne, protège, valorise et transmet au grand public comme au public scientifique.
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  • Les Bibliothèques municipales sont des lieux de rencontre, de découverte et de partage qui vous proposent de nombreux documents à emprunter ainsi que des activités gratuites pour petit-e-s et grand-e-s.
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Historique

Das Ableben einer nahestehenden Person, ein Nachlass ohne direkte Erben, ein Umzug, das schlichte Bedürfnis aufzuräumen – all dies sind Gründe, sich von Gegenständen oder Erinnerungsstücken zu trennen. Unter den Erinnerungsstücken finden sich oft Familiendokumente oder -archive. Die Archive bestehen im allgemeinen aus mehreren Dokumenttypen:

-Stücke, die man als Andenken aufbewahrt und die Erinnerung wachhalten: Fotoalben, Schulhefte, Familienbriefe, manchmal sogar Reiseberichte oder autobiographische Texte wie z.B. Tagebücher;

– Dokumente, die man aus juristischen oder administrativen Gründen aufbewahrt: Auszüge aus dem Zivilstandsregister, Vertragskopien, Nachlassabwicklungen, Besitztitel, Diplome, Bankpapiere, Abrechnungen von Gebäuderenovierungen;

– Dokumente beruflicher Art im Zusammenhang mit der Tätigkeit eines Familienmitglieds: Vortragsmanuskripte, Lektürenotizen, Manuskripte literarischer, wissenschaftlicher oder musikalischer Werke, eine im Hinblick auf das Studium eines bestimmten Themas erstellte Dokumentensammlung (Presseausschnitte, Broschüren u.a.), Agendas, Korrespondenz mit Kollegen;

– Wenn ein Mitglied der Familie Sekretär oder Präsidentin eines Verbandes, eines Chors oder eines Vereins war: Protokolle von Ausschusssitzungen oder Versammlungen, Rundschreiben;

– Manchmal sind diese Papiere in Aktenordnern oder beschrifteten Kartons gut verwahrt. Manchmal wurden sie ungeordnet in Kisten und Schubladen gelegt oder auf die Regale einer Bibliothek gestellt, so dass eine Untersuchung schwieriger ist. Oft fragt man sich, ob sie noch einen Nutzen haben und jemanden interessieren könnten – vielleicht einen Historiker künftiger Jahrhunderte? Oder wäre es doch nicht viel einfacher, alles wegzuwerfen?

Wegwerfen – oder aufbewahren?

Gewiss, der Papierkorb bietet den Vorteil einer raschen und einfachen Lösung, aber werden uns künftige Generationen nicht die Vernichtung wichtiger Dokumente vorwerfen? Ist man nicht dabei, ein für das Gedächtnis des Landes interessantes oder gar bedeutendes Dokument zu zerstören? Vielleicht ja! Nicht nur berühmte Personen interessieren die Nachwelt, ganz im Gegenteil.

In jedem Kanton gibt es Bibliotheken und Archive, in denen Fachleute arbeiten, die bereit sind, die Archive von Privatpersonen in Empfang zu nehmen, um sie zu ordnen, zu inventarisieren, in Umschlägen und Kartons zu verwahren und dann gemäss den mit den Schenkern vereinbarten Bedingungen interessierten Forscherinnen zur Verfügung zu stellen.

Privatarchive stellen einen wesentlichen Teil unseres kulturellen Erbes dar: Sie kommen von Familien, Einzelpersonen, Verbänden und Unternehmen und ermöglichen es, weniger gut dokumentierte Aspekte unserer Geschichte zu veranschaulichen. Geht es um die Dokumente eines Professors, einer Forscherin oder einer im weiteren Sinne dem Geistesleben oder der Kultursphäre zuzurechnenden Persönlichkeit,  gewährleistet eine gute Verwahrung des Archivs den Fortbestand des Werks. Andere Forscher können es dann studieren und sich davon inspirieren lassen.

Nachstehend einige Fragen, die der Bibliothèque de Genève oft gestellt werden


Welche Gründe gibt es, der Bibliothèque de Genève Archive zu überlassen?

In der Handschriftenabteilung werden die Archive von Fachleuten unter optimalen Bedingungen einer Bestandsaufnahme unterzogen und aufbewahrt.

Die Bibliothek verfügt über einen ausgezeichneten Ruf und steht Genfer und ausländischen Forschern offen. Sie garantiert das langfristige Fortbestehen der ihr anvertrauten Archive sowie deren Bereitstellung zu Forschungszwecken unter Wahrung einer strengen Berufsethik.

Eine Familie oder eine Persönlichkeit, die der Bibliothèque de Genève ihre Dokumente übergibt, hat die Gewissheit, dass ihre Archive dazu beitragen, die Geschichte unserer Zeit zu schreiben, indem Aspekte beleuchtet werden, die in den offiziellen Dokumenten keine Erwähnung finden.

Soll ich in meinen Archiven eine Auslese vornehmen, bevor ich sie der Bibliothèque de Genève anbiete?

Nein, oder nur sehr vorsichtig. Die Archivare kennen die Methoden zur Bewertung von Archiven und die Bedürfnisse der Forschung. Sie sind dafür ausgebildet, die aufbewahrungswürdigen Dokumente auszuwählen und zu sortieren. Nehmen Sie selber eine Auslese vor, würden Sie das Risiko eingehen, Dokumente zu vernichten, die Ihnen wertlos erscheinen, in Wahrheit aber lebendige Zeugnisse sind. Hingegen ist es wichtig, die Dokumente zu ordnen und zu identifizieren.

Meine Archive enthalten vertrauliche Dokumente; ich möchte nicht, dass jeder seine Nase hineinsteckt.

Empfindliche persönliche Daten müssen gemäss der Bundes- und Kantonsgesetzgebung geschützt werden. Sie können Ihre Schenkung mit Zugangseinschränkungen belegen, die für eine mit der Bibliothek zu verabredende Dauer gültig sind.

Sollte ich nicht einen Teil meiner Archive einer anderen Einrichtung übergeben?

Es ist immer schade, einen Archivbestand zu trennen. Ein Archivbestand ist eine Ganzheit bestehend aus Stücken jeglicher Art wie Papieren und Bildern, die eine natürliche oder Rechtsperson bzw. eine Behörde im Rahmen ihrer Aufgaben und Tätigkeiten organisch versammelt hat. Die Integrität eines solchen Bestands muss gewahrt bleiben – dies ist der Grundsatz des Bestandsrespekts. Ein Archivdokument definiert sich stets über seinen Zusammenhang.

Hat eine Familie noch Zugang zu den Dokumenten, wenn diese sich in der Bibliothèque de Genève befinden?

Ja!

Haben meine Dokumente einen Marktwert?

Der Verfasser eines Dokuments muss berühmt sein, damit letzteres Interesse auf dem Markt für Handschriften weckt. Die Händler zerstreuen die Bestände, und wenn eine Privatperson ein Dokument kauft, ist es für die Forschung meistens verloren. Die Besitzer von Archiven haben oft eine falsche Vorstellung vom Handelswert der Dokumente. Die Angestellten der Bibliothèque de Genève sind nicht ermächtigt, den Handelswert Ihrer Papiere zu schätzen, aber sie können Ihnen ihre Einschätzung zu deren Seltenheit und Interesse geben. Die Zeugnisse menschlichen Denkens zu Geld zu machen, ist stets bedauerlich.

Kann ich im Fall einer Schenkung in den Genuss eines Steuernachlasses kommen?

Unter Umständen. Das Genfer Gesetz über Hingabe an Zahlungs statt vom 1. Dezember 1995 (loi D 3 35) und seine Durchführungsverordnung vom 30. September 1996 (D 3 35.01) sehen die Möglichkeit vor, dass die Steuern auf eine Erbschaft oder auf eine Schenkung unter Lebenden ganz oder teilweise durch Kulturgüter beglichen werden können.

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