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Historique

Die Sammlungen des Centre d’iconographie und der Bibliothèque de Genève sind stark durch die Produktion lokaler Bilder geprägt. Sie bieten eine Gesamtschau dieser Bilder vom 16. Jahrhundert bis zum heutigen Tag. Schwerpunkte sind die Sammlungen von topographischen Ansichten (18.-19. Jahrhundert), von Porträts (16.-20. Jahrhundert) sowie die Konvolute Genfer Fotografien (19.-20. Jahrhundert).

"Vues panoramiques de Genève et de ses environs", Robert Gardelle, avant 1719, Bibliothèque de Genève, inv. CIG 0162

Topographische Ansichten

Im Gegensatz zu anderen europäischen Städten hat Genf während der Renaissance keine städtische Ikonographie hervorgebracht. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts blieben Bilder ein seltenes Gut; sie wurden zumeist auf Initiative grosser ausländischer Ikonographen wie Sebastian Münster, Claude Chastillon und Matthäus Merian angefertigt. Mit der Zunahme des Tourismus im 18. Jahrhundert ändert sich dies grundlegend. Genf wird zu einem Produktionszentrum für lokale und regionale Ansichten, insbesondere alpine Motive, von denen die Sammlungen des Centre d’iconographie ein weitgehend vollständiges Bild wiedergeben, namentlich mit den Werken von Gardelle, Geissler, Hackert, Linck und Dubois. Die Ansichten sind Zeugnisse des Genfer Territoriums, hierbei kann es sich um allgemeine Stadtansichten, Gebäudegruppen oder gar einzelne Gebäude handeln.

Das abgedeckte Gebiet umfasst die Stadt und den Kanton Genf sowie die umliegenden schweizerischen und französischen Regionen. Die Sammlungen enthalten auch Karten und Pläne, welche die Ansichten durch einen topographischen Ansatz ergänzen.

"Vues panoramiques de Genève et de ses environs", Robert Gardelle, avant 1719, Bibliothèque de Genève, inv. CIG 0164

Porträtsammlungen

Die Porträts berühmter Männer stellen einen der ältesten Schätze der Bibliothek dar, der bis auf den heutigen Tag fortlaufend erweitert wird. Dergestalt dokumentiert das Centre d’iconographie die bildliche Darstellung der Hauptfiguren des örtlichen geistigen, gesellschaftlichen und politischen Lebens.

Unter den berühmtesten findet man die grossen Genfer Reformatoren Calvin und Théodore de Bèze, den Philosophen und Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau, von dem das Centre die meisten Abbildungen nach der französischen Nationalbibliothek aufbewahrt, oder den General Guillaume-Henri Dufour, der im 19. Jahrhundert Motiv zahlreicher Bilder war.

In jüngeren Zeiten sind die Musiker Emile Jaques-Dalcroze und Ernest Ansermet zu erwähnen. Mit der Gründung des Roten Kreuzes und des Völkerbundes traten internationale Berühmtheiten auf den Plan. Das Centre d’iconographie bewahrt insbesondere zahlreiche Porträts von Politikern und Delegationsmitgliedern auf, die nach Genf kamen.

"Ami Lullin (1695-1756), théologien genevois", Nicolas de Largillère, 1720, Bibliothèque de Genève, inv. CIG 0031

Konvolute Genfer Fotografien

Das Centre d’iconographie bewahrt grosse Fotografiekonvolute, die von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart reichen. Die Ursprünge des Mediums sind besonders gut dokumentiert: Man denke an die hunderte, Jean-Gabriel Eynard zugeschriebenen Daguerreotypien, von denen einige auf den Beginn der 1840er Jahre zurückreichen, und die Konvolute bemerkenswerter Genfer Talbotypien, darunter die älteste Fotografie der Stadt, die präzise auf das Jahr 1842 datiert werden konnte. 2011 übernahm das Centre d'iconographie den Bestand des Ateliers Boissonnas, das berühmteste Genfer Fotoatelier zwischen dem Ende des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der aussergewöhnliche Bestand enthält rund 150’000 Bilder, darunter 30’000 Abzüge.

« Fred Boissonnas examinant le 100 000e négatif produit par son atelier », Fred Boissonnas, 1913, Bibliothèque de Genève, inv. CIG FBB N13x18 Famille 63000 0286

Passage de la Tour 2
1205 Genève

T: +41 22 418 46 70
F: +41 22 418 46 71
cig.bge(at)ville-ge[dot]ch

Montag bis Freitag: 9-12 Uhr nach vorheriger Vereinbarung

Nicolas Schätti
Konservator
nicolas.schaetti(at)ville-ge.ch
T: +41 22 418 46 77